Das Babylon-Team bietet auch Fortbildungen für Multiplikatoren (z.B. LehrerInnen; TrainerInnen usw.) an.
Mit Ihren Fragen und Anfragen und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Babylon-Team.
Fortbildung:
Vom Zauber der Kommunikation in verschiedenen Sprachen
BABYLON - Eine Methode zur Behebung von Sprach(lern)blockaden
Ich spreche – es spricht mich!
Was bringt Menschen dazu, eine zweite, dritte Sprache zu lernen, zu sprechen, zu schreiben? Was hilft ihnen dabei, welche bewussten oder unbewussten Ressourcen nutzen sie? Welche biographischen Erfahrungen, Selbstbilder behindern sie, sich in ihrer ganzen Sprachlichkeit zu entfalten? Diesen und ähnlichen Fragen gehen wir im Rahmen des Babylon-Ansatzes nach und suchen Antworten eher im Zusammenspiel systemischer Faktoren als in den Eigenschaften einzelner Personen. Mit „systemisch“ meinen wir das Beziehungsgeflecht, in dem Menschen leben, das Dazwischen, das zwischen Menschen entsteht und das auf sie einwirkt. Wir arbeiten mit den Erfahrungen und den Veränderungspotentialen der SeminarteilnehmerInnen auf sechs Ebenen: Biographie, Kontext, Vision, Werte, Kommunikationsstrategien und Ziele.
Dabei können Sie
Zielgruppe:
SprachkursleiterInnen, ErwachsenenbildnerInnen mit Aufgabenbereichen und Interessen in der Auseinandersetzung mit dem Sprachenlernen.
....... Aber sie ließ nicht locker und gestikulierte weiter, und schließlich verstand er. "Gamchha" sagte er knapp. Natürlich, das war es, sie hatte es die ganze Zeit gewusst: gamchha, gamchha.
Wie verliert man ein Wort? Verschwindet es in unserem Gedächtnis wie ein altes Spielzeug in einem Schrank, um dann unter Spinnweben und Staub verborgen zu liegen und darauf zu warten, dass man es irgendwann wieder entdeckt und gründlich säubert?
Früher einmal war die bengalische Sprache eine zornige Flut für sie gewesen, die ihre Tür einzureißen drohte. Sie schloss sich dann in einem Wandschrank ein und hielt sich die Ohren zu, doch die Türen boten keinen Schutz vor den Stimmen ihrer Eltern: In dieser Sprache stritten sie, und die Laute des Streits drangen unfehlbar unter der Tür herein und durch die Ritzen, die Flut stieg, bis Piya darin zu ertrinken glaubte. Die fanden sie, egal wie gut sie sich versteckte. Der angestaute Groll im Leben ihrer Eltern kleidete sich stets in diese Sprach, und so war deren Klang für Piya die Melodie des Unglücks geworden. Wenn sie zusammengerollt in ihrem Wandschrank lag, träumte sie davon, ihrem Kopf von diesen Klängen reinzuwaschen. Sie wollte Worte mit Gewicht von Edelstahl, Laute, die saubergekocht waren wie chirurgisches Besteck, Instrumente, an denen nichts anderes haftete als Bedeutungen, die man im Wörterbuch nachschlagen konnte, frei vom Schmerz, Erinnerung und tieferem Sinn.
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Zitat aus: Amitav Ghosh Hunger der Gezeiten
Blessing Verlag München 2004/ Seite 111